geithain160 + Revel Performa F 52 + M.Logan

Übersicht Lautsprecher Forum - auf Beitrag antworten - 3 Beiträge

von KingKosi, 13.02.2010 15:24, geändert am 13.02.2010 15:34

Ich habe mich kürzlich, nach Verkauf meiner Vollbereichselektrostaten (..warum, warum nur?) auf den Weg nach neuen Lautsprechern gemacht (Versuch: Günstiger und besser..). und bin (auch) auf die Geithains gestoßen. Äh, ich wurde gestoßen.

Mein erster Eindruck:
Bißchen wie selbstgebaut, mit so Abdeckgittern für die Heckablage...
(Die sind aber, in "etwas schöner" sogar an der Naim Ovator 600 zu finden; wird das ein Trend ?).
Die Revel sieht da schon nach mehr aus, halt ein bisserl kantig, aber von vorne schön schmal, fast schon zierlich. Und, man kann die Lautsprecher ansehen, wenn die Bespannung ab ist !! - Wie die für ihr Geld so arbeiten und so...

Die Vorführelektronik: eine Endstufe von Threshold (ziemlicher Brocken) und ein VV von Octave...(Genaue Typen sind mir leider entfallen, ebenso wie der CD-Spieler). Boxenaufstellung mit eher breiter Basis (so 4 Meter, bei Hörentfernung um 3m. Alles recht freistehend in einem, durch viel tolles "Spielzeug" gut bedämpften Studio von ca. 30m²
Die Revel: Erstaunlich schlank, auch im Baß,dabei aber klar und verständlich. Etwas !! rauher Hochton. Bei der geschilderten Aufstellung ! wenig Raumtiefe und in der Mitte nichts richtig los: Sänger da, aber dann erst mal zu den Seiten viel "freier Raum"..(da wäre wohl etwas enger gestellt besser gewesen..) Aber egal:
Dann die Geithain: satter, farbiger, Livestimmen, z.B. Christy Moore waren authentischer in der Größe,(sonorer ) mit mehr Fundament (Stravinsky, Pauken beim Feuervogel..) Streicher hatten mehr "Holz an den Saiten"..).
Und, der Raum zwischen den Boxen(s.o.) wurde komplett gefüllt, quasi ein Aha-Effekt auf Knopfdruck - Die Höhen auch seidiger (=weniger rauh, ähnlich dem Effekt, den andere Hochklasse-Hochtöner à la Dynaudio/Focal/Elac so zeigen).
Und jetzt bildlich :
Geithain= Toskana-Urlaub,
Revel = wie das Land, so das Jever..

Und, da noch 'was rumstand: Direkt eine
MartinLogan Vantage an Strom geschlossen.
Wer Folien kennt, für den ist es wie "Nach Hause kommen". Der Sänger steht direkt vor einem, beängstigend realistisch..
Und der Ignorant im Publikum, der immer so leise reinhüstelt und mit dem Taschentuch raschelt, der sitzt in der 15. Reihe Platz 22, ist ca. 46 Jahre alt und benutzt Zewa...Ist schon eine andere Welt.- Dabei bildlich immer noch ziemlicher "Sommerurlaub", dazu aber Leica-Brillengläser mit Vergrößerung.
Nicht ganz so livehaftig und körperhaft (=sonor, wollte mich nur nicht wiederholen..)wie die Geithain, aber deutlich größer, saftiger als die Revel. Ok, der Bass könnte bässer...(von der Tiefe) und bei Klassik-Fortissimo bleibt die Dynamik dann etwas hinter der Erwartung zurück (also die Erwartung, daß jetzt die Klangschalen von der Wand abfallen, wenn nach dem Tsching noch das Bumm kommt..)
Trotzdem: eine extrem beeindruckende Vorstellung der beiden.
Die Revel sollte vielleicht mal etwas wohnraum-realistischer aufgestellt werden, um ihren wahren Wert hervorzuholen - Denn:
Der Aufbau kam der Geithain und der ML sehr zupass, da beide (auch) auf größere Hörentfernungen optimiert sind.
Deshalb:ruhig alle mal anhören, speziell die Elektrostaten...Ist wie Kino, da kommen die Fernseher auch nicht mit...

Re: geithain160 + Revel Performa F 52 + M.Logan

von Nitty, 26.02.2010 11:35

... sehr schön beschrieben...
Nitty

Re: geithain160 + Revel Performa F 52 + M.Logan

von willi, 09.03.2010 06:23

Ich kenne viele Fans, die der Magie der Fläche erlegen sind. Mein Ding ist das nicht: Wenn die Fläche alle Frequenzen wiedergeben muss (Logan CLS) klingt der Bass aus meiner Sicht immer eintönig gleich, bei Hybrid-Versionen oder solchen mit zusätzlichen Woofern läuft der Bass immer hinterher.

Wi

Um im Forum zu schreiben, logge Dich bitte ein.
Falls Du noch keinen User-Account hast, kannst Du Dich hier registrieren
Die Vollmitgliedschaft kannst Du hier erwerben.