McIntosh MCD 201 - It's Magic
Seit geraumer Zeit, habe ich mich damit beschäftigt eine neue Digitalquelle einzukaufen, denn viele Jahre höre ich mit meine CDs mit einen McIntosh MCD 7007 ab. Dieser CD Player hat mich klanglich immer sehr überzeugt, und verfügt über ein Feature, das ich nicht vermissen möchte: Analog regelbare Ausgänge.
Leider ist der McIntosh MCD 7007 für lange Zeit einer der wenigen auf dem Markt gewesen, die diese Ausstattung besaßen. Es gibt zwar einige Geräte mit digital geregelten Ausgang, aber bei vielen leidet der Klang sobald der Pegel leiser als -10dB eingestellt wird.
Lange habe ich auch mit einen Music Server geliebtäugelt, z.B. den hat mir der Olive 4HD sehr gut gefallen, weil er auch regelbare Ausgänge besitzt. Leider nur digital gesteuert, weshalb er dadurch für mich nicht mehr in Frage kam.
Paralell dazu warf ich immer wieder ein Blick auf McIntosh, den seit dem es den MCD 201 gab, und aktuell den MCD 301, haben sie sich wieder auf alte Tudenden besonnen, und diese Player wieder mit analog regelbaren Ausgängen versehen.
Letzten Freitag war es soweit, ich bin auf einen McIntosh MCD 201 gestossen und ich habe den Player in der Nähe von Karlsruhe sofort abgeholt.
Seit einigen Tagen ( besser gesagt zwei Tage ) natürlich intensiv gehört, und was soll ich sagen: IT'S MAGIC
Noch nie habe ich eine elektronische Komponente erlebt, die soviel Gefühlsregungen in mir wecken konnte, und deshalb dachte ich mir berichte ich mal kurz über meine Eindrücke, denn frische Erlebnisse sind einfacher besser auf "Papier" gebracht.
IT'S MAGIC: Null Agresivität
Ich habe bis jetzt keinen einzigen CD Player gehört, der so angenehm, aber dabei natürlich aufspielt. So zum Beispiel kenne ich keine anderen CD Player der S-Laute so natürlich und stressfrei wiedergibt. Es macht einfach Spaß Sängern zuzuhören, selbst bei stark komprimierten Rockaufnahmen, fügen sich die S-Laute in den Gesang, ohne nervig zu klingen. Dies heisst aber nicht, dass sie etwa leiser, wiedergegeben werden, sie sind einfach voller, natürlicher, bleiben betont ( wie es für Sibilanten sein soll ), und fügen sich wie selbstverständlich in das gesamte Geschehen.
Wenn es ein CD Player gibt, dem man "Analoges" nachsagen kann, dann ist es der McIntosh MCD 201.
IT'S MAGIC: Der Bass
Prinzipiell liebe ich CD Player, oder Wiedergabegeräte, die einen etwas schlankeren Bass besitzen. Aus meiner Sicht klingen solche Geräte im Bassbereich konturierter, präziser und differenzierter.
So war mein erster CD Player der Philips CD100. Den Bass fand ich aufgedickt, aber nicht differenziert, oder präzise. Danach kam ein YAMAHA CD2000, und dieser besaß einen etwas "dünneren" Bass, dafür aber genauer, und konturierter. Nach dem YAMAHA kam ein MARANTZ CD10 ins Haus. Der hatte wieder einen "dickeren" Bass, der zwar besser als beim PHILIPS CD100 klang, aber nicht die Präzision des YAMAHA besaß. Erst der McIntosh MCD7007 konnte mit einer guten Balance zwischen "dicken" Bass und guter Durchzeichnung, Präzision aufwarten.
Was aber der McIntosh MCD201 liefert ist praktisch unbeschreiblich:
Tiefbass: Kein Problem
Präzision: Kein Problem
Durchzeichnung: Kein Problem
Differenzierung: Kein Problem
Weitere Atributte: Kein Problem
Was soll ich sagen, auch diesbezüglich kenne ich keinen CD Player, der alles was im Bass wichtig ist, so auf dem Punkt bringt. Es gibt kein "Bassbrei", sondern alle Tieftonpassagen werden sauber durchleuchtet und ohne fehlende Kontrolle, Konturierung, oder Präzision weidergegeben.
IT'S MAGIC: Die Stimmenwiedergabe
Dies ist für mich eine der wichtigsten Eigenschaften die eine Audio- HiFi-Komponente mitbringen muss. Hier reagiere ich sehr empfindlich. Hier war bis jetzt der alte YAMAHA CD2000 für das Maß der Dinge. Gerne teste ich die Stimmenwiedergabe mit Aufnahmen von Katie Mehlua, oder Loriots "Peter und der Wolf". Sehr oft erlebe ich da Enttäuschungen, denn Katie Mehlua tendiert schnell bei vielen Geräten zu einer "kehligen" oder "hohlen" Stimme, was sich in einer leicht nasalen Wiedergabe äussern kann. Nichts davon ist mit dem MCD201 zu spüren. Die Stimme klingt einfach so wie man sich eine Frauenstimme vorstellt, mit den richtigen Maß Maß an Feminität. Aber auch Loriot, bei "Peter und der Wolf", bekommt den typischen Charakter seiner Stimme, mit genug Brustkorb, wie es sich für eine männliche Stimme gehört, aber nicht übertrieben. Dazu reiht sich die schon erwähnte gute Wiedergabe von S-Lauten, die sich wie selbstverständlcih ins Geschehen einordnen.
IT'S MAGIC: Der Raum
Bis dato war mein McIntosh MCD 7007 das Maß der Dinge, wenn es um die räumliche Abbildung ging. Der McIntosh MCD 201 setzt dem noch eins drauf.
Mir hat beim MCD7007 die sehr gute Breitenstafflung gefallen. Das habe ich schon oft erwähnt, denn für mich ist das, in meinen Hörraum sehr wichtig, denn er ist nicht sehr breit. Das lässt oft an "Größe" vermissen, wenn es zum Beispiel um die Wiedergabe von großen orchestralen Besetzungen geht. Da war der MCD7007 in der Lage, etwas mehr aus den 3,2 Meter Breite von meine Raum zu machen, das Geschehen wuchs scheinbar seitlich noch ein Stück hinaus. Der MCD 201 schafft da noch ein bisschen mehr. Dabei wird aber die Tiefe nicht ausser acht gelassen, was oft der Fall ist, wenn die Breitenstafflung etwas ausgeprägter ist. Zu dem Ganzen reiht sich noch eine bis jetzt unerreichte Ortbarkeit, und Identifizierung von Musikern. Es ist fast erschreckend, wie plastisch sie aus der Besetzung herausgestellt werden.
IT'S MAGIC: Das Design
OK, lassen wir das, das ist Geschmacksache
IT'S MAGIC: Die Ausstattung
Symmetrische Ausgänge JA, Cinchausgänge JA, und das Ganze noch wenn man möchte regelbar im Ausgangspegel. Das finde ich super, denn es lässt sehr puristische Anlagetzusammenstellungen zu. Direkt an Endstufen: Kein Problem. Direkt an Aktivlautsprecher: Kein Problem.
Konfortable Fernbedienung, sogar die Tasten sind beleuchtet
SACD oder CD: Kein Problem ( hab aber keine SACD )
Aber, bei aller Euphorie muss ich sagen, dass für einen Player, der ca. EURO 4.500,00 gekostet hat, die Schublade nicht so zum Erscheinungsbild passt. Immerhin, so schlimm wie bei anderen Playern ist es wiederum nicht, aber da zeigt z.B. ein YAMAHA CD S2000, dass es auch anders geht.
OK, soviel ich weiß, ist das mit dem MCD301 adressiert worden, der soviel ich übersehen kann, praktisch identisch ist, ausser das Laufwerk, was beim MCD 201 auch noch ein Kritikpunkt ist: Das Laufwerk läuft, speziell beim Einlesen der CD recht laut, verglichen mit anderen Playern.
Nichts desto trotz, letztendlcih kommt es auf den Klang an, und das ist das Beste, was ich bis jetzt hören konnte, und auch an Elektronik dieser Art besaß
Re: McIntosh MCD 201 - It's Magic
Hallo Cay-Uwe,
schöner Bericht, Glückwunsch zu Deinem neuen Schätzchen.
So ähnlich ging es mir vor ein paar Wochen auch, ich wollte mal was anderes als CD-Player ausprobieren und habe mir einen (gebrauchten) Unison Unico CD gegönnt.
Was hier die beiden Röhren in der Ausgangsstufe mit der Musik machen, möchte ich auch als analog bezeichnen. Es macht einfach richtig Spaß, Musik zu hören, gerade gestern habe ich mich wieder von der schönen reinen Stimme von Katie Melua verzaubern lassen. Schöner offener Klang mit einem herrlichen Bass (tief, konturiert mit dem richtigen Pegel) und einem tollem Raum.
Das ist alles kein Vergleich zu meinem bisherigen Marantz-KI Player. Und mittlerweile ist der passende Unison Unico Secondo Verstärker ebenfalls bei mir eingezogen!
Achja, wir haben schon ein schönes Hobby!
Viele Grüße
Michael
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