In 8 Schritten zum besseren Klang Teil 6

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Gute HiFi-Geräte brauchen keine mechanische Unterstützung. Eher schlecht als recht konstruierte können schon davon profitieren. Check aus, wie es um Deine Komponenten bestellt ist.

Die HiFi-Sprache hat sich in den letzten 30 Jahren kaum weiter entwickelt. Wenn Burmester oder Accuphase ihre Geräte in Testrennen schicken, verschwenden Journalisten eine Menge Platz mit immer gleichen Formulierungen. Frei nach dem Motto, dass die Komponenten „ für die Ewigkeit gebaut seien“ und die Gehäuse wie Tresore, Panzer oder sonst was gefertigt seien. Stimmt aber: Ein Großteil des Geldes, das High-End-Firmen für ihre Produkte einnehmen wollen, haben sie vorab für die Gehäuse bezahlt. Rund 50 Prozent der Entstehungskosten gehen oftmals für die Hülle drauf.

Genau an der sparen Hersteller, die Geräte für kleine Münze anbieten. Da scheppert schon mal der Gehäuse-Deckel, wenn beherzt mit dem Finger darauf geklopft wird. Na und – schadet doch nicht dem Klang, oder? Doch, ganz ohne Voodoo-Hintergedanken, die filigranen Blechkisten bieten den darin steckenden Elektronik-Teilen eine unangenehme Arbeits-Atmosphäre. Luft- und Trittschall können dann durchaus den Klang – nicht viel, aber immerhin – stören.

Mach den Klopftest bei Deinem Equipment. Alles im grünen Bereich – oder fällt ein Gerät aus dem Rahmen? Dann beschwere einfach mal den Gehäusedeckel, meinetwegen mit einem Sandsäckchen. Oder – gerade bei optisch dicken Verstärkern oder Endstufen aus Fernost – durchaus mit einem (vorab in ein Tuch gewickelten) Ziegelstein.

Gute, also wahrnehmbare Resultate sind auch mit einfachen digitalen Quellgeräten wie DVD-Playern zu erzielen. Was damit prima funktioniert: Den elektronischen Leichtbau in die Zange nehmen. Also ein Stein oben und ein oder zwei unter den Gehäuseboden.

Wenn Du schon ziemlich viel Geld in Deine Geräte gesteckt hast, brauchst Du Dir um das Thema keine Sorgen zu machen. Von irgendwelchen im HiFi-Handel vertriebenen Zubehör-Mitteln verspreche Dir nicht zu viel. Sie können den Klang unter bestimmten Bedingungen liften, eine gravierende Veränderung zum eindeutig Besseren ist damit nie und nimmer drin.

Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden: Keine Steine ohne Stoffummantelung nutzen und bitteschön nie auf Röhrenverstärker packen. Könnte sonst den Klirr-Faktor dramatisch verstärken…

letzte Änderung: 23.01.2011 12:58