In 8 Schritten zum besseren Klang, Teil 4

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19/04/10 Wer es richtig anstellt, kann beim Verstärkerkauf viel Geld sparen. Insbesondere, wenn er nach einem sorgfältigen Check erkennt, dass sein eigener Verstärker eigentlich noch bestens in Schuss ist. So macht man es richtig.

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Der Verstärker ist der Motor einer HiFi-Anlage. Nur wenn er richtig funktioniert, weder unter- noch überdimensioniert ist, bringt das „Fahren“ mit ihm den rechten Spaß. Übrigens: Immer wieder liest man in diversen Foren, dass Verstärker – ob teuer oder spottbillig – alle gleich klingen würden. Schenke dem keinen Glauben, es stimmt definitiv nicht.

Wie ist es um Deinen Verstärker denn bestellt, spielt er auf der Höhe der Zeit, braucht er eine Wartung oder sollte er doch besser ausgewechselt werden? Starte mit dem Check.

Höre Deine Anlage mit geringstem Pegel. Drehe den Lautstärkeregler so weit nach links, dass Du gerade mal Töne aus Deinen Lautsprechern „erahnen“ kannst. Vielleicht solltest Du für diesen Test Deine Boxen so anordnen, dass Du beide unmittelbar miteinander vergleichen kannst. Füttere Deine Anlage nun am besten mit einer Mono-Aufnahme auf CD. Ist das hauchzarte Signal aus beiden Lautsprechern absolut identisch? Halte Dein Ohr direkt an die Chassis Deiner Box und vergleiche jeden Treiber (in der Regel Hoch-, Mittel-, und Tieftöner). Sind die Pegel absolut gleich? Wenn nicht, solltest Du zunächst die Kanäle vertauschen und den Test wiederholen. Wandert der Pegelunterschied mit, kannst Du dies dem Verstärker zuschreiben.

Im zweiten Durchgang erhöhst Du sehr vorsichtig die Lautstärke. Wenn Dein Verstärker einen Mono-Schalter besitzt, aktiviere ihn nun. Verändert diese Funktion den Klang? Wenn alles perfekt ist, wirst Du keinen Unterschied hören.

Du nimmst Unterschiede wahr und obendrein erwacht einer Deiner beiden Lautsprecher mit geringstem Pegel eher zum akustischen Leben? Das ist ärgerlich, aber noch nicht Grund genug, den Verstärker aufzugeben.

Für den Fall, dass Dein CD-Player mit variabler Ausgangsspannung betrieben werden kann, drossele dort den Pegel und drehe den Regler Deines Verstärkers entsprechend auf. Bleiben die Unterschiede, wenn der Verstärker-Knauf auf „9 oder gar 10 Uhr“ steht? Wenn ja, kontaktiere Deinen Händler und erkundige Dich, ob der Austausch der Lautstärkeregelung überhaupt möglich ist und wenn ja, was das kostet.

Wenn nein, kannst Du Dich dem nächsten Check widmen. Lausch nun in stereo einer Deiner Lieblings-CDs. Erhöhe behutsam die Lautstärke. Aber welcher Position des Reglers stimmen Dynamik und Klangfarben? Das sollte spätestens ab „9 Uhr“ der Fall sein. Drück sinnbildlich noch ein wenig mehr aufs Gas und höre die gleiche Scheibe in den Positionen 10, 11 und 12 Uhr. In der Praxis dürfte sich das beste akustische Resultat um die Position 11 Uhr einstellen – stimmt das auch in Deinem Equipment? Reicht denn die Spannbreite zwischen moderat leise und extrem laut? Sollte sich das Klangbild zu hohen Pegeln hin allzu schnell verdichten, könnte Dein Amp unterdimensioniert sein. Im „worst case“ stellst Du bei dieser Übung fest, dass Deine Anlage streng genommen nur in einer Pegelstellung gut Musik reproduziert – darunter klingt sie wie eingeschlafen, darüber angestrengt.

Das ist das Problem vieler eher günstiger Verstärker. Und dieser Umstand liefert natürlich auch die Rechtfertigung für wirklich teure Verstärker.

letzte Änderung: 20.03.2012 06:06