In 8 Schritten zum besseren Klang Teil 1-3

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Wie Du mit einer CD die richtige Platzierung von Lautsprechern checken und ohne Messinstrumente Deine Boxen optimal positionieren kannst. Was von den meisten und gerade superteueren Zubehör-Artikeln zu halten ist…Du musst Vollmitglied sein, wenn Du diesen Artikel lesen möchtest.

Kannst Du Dich erinnern, wann Du das letzte Mal die Position Deiner Lautsprecher verändert hast? Schon länger her – oder? Ist halt so. Wenn die Dinger neu sind, rückt man sie hin und her, winkelt sie an, stellt sie wieder parallel, schiebt sie erneut von A nach B und so weiter – um sie dann einfach so stehen zu lassen. Für lange Zeit, oft für Jahre. Wenn weder renoviert, umgezogen oder neu gekauft wird, bleibt es dabei.

Teil 1, der CD-Trick

Mit einer kleinen Übung kannst Du zunächst checken, ob Deine Lautsprecher korrekt platziert sind. Beschaffe Dir eine CD mit so genannten Q-Sound Effekten, beispielsweise „Amused to death“ von Roger Waters. Q-Sound-Effekte gaukeln Surround-Effekte mit Stereo-Boxen vor: So hörst Du einen Hund von der Seite bellen oder hinter Dir fährt eine Kutsche vorbei. Das funktioniert aber nur, wenn die Lautsprecher einwandfrei arbeiten und auch intern richtig gepolt sind. Sind sie zudem falsch platziert und nicht auf den Hörplatz ausgerichtet, ergeben sich die Q-Sound-Effekte, die mit Phasenspielereien erzeugt werden, nicht. Dann bellt der Hund aus der Box…

Wenn sich die Surround-Effekte nicht einstellen wollen, verlasse zunächst Deinen angestammten Hörplatz. Gibt es irgendwo in Deinem Zimmer ein Plätzchen, wo Q-Sound erlebbar ist? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch: Deine Boxen sind okay und müssen jetzt nur noch so ausgerichtet werden, dass die Effekte auch an der Stelle zu vernehmen sind, wo Du normalerweise vor Deiner Anlage sitzt.

Teil 2, So klingen Deine Boxen optimal

Der Standort für Deine Lautsprecher dürfte nicht beliebig sein. In der Regel sind sie so platziert, dass sie sich – mehr oder minder – harmonisch ins Wohnambiente einfügen. Daran wollen wir hier auch nichts ändern. Die so genannten „besseren Hälften“ kannst Du vor der Prozedur erst einmal beruhigen: Nach der Übung wird das Wohnzimmer noch genauso ausschauen wie vorher – aber die Anlage wird besser klingen.

Schön der Reihe nach. Stelle, schiebe oder wuchte Deine Boxen erst einmal von ihren Plätzen. Du kannst sie auch getrost in einem anderen Raum zwischenlagern.

Setze Dich nun auf Deinen Lieblings-Hörplatz. Deinen Freund bewaffnest Du mit einem Klebeband und einer Schere. Er stellt sich dorthin, wo normalerweise der linke Lautsprecher steht. Allerdings zunächst direkt mit dem Rücken zur Wand. Lasse ihn irgendeinen Text vorlesen – mit gleichmäßig lauter Stimme. Was nimmst Du an Deinem Hörplatz wahr? Richtig, Du vernimmst die Stimme Deines Freundes, die mit Hilfe der Wand „verstärkt“ wird. Lasse Deinen HiFi-Partner nun in winzig kleinen Schritten nach vorne gehen. Er liest mit gleicher Stimme weiter den Text. Und – ganz plötzlich – gibt es eine Position, an der Du die Wand eben nicht mehr als verstärkenden Faktor hörst. Da gehört der erste Klebestreifen auf den Boden aufgebracht. Wiederum setzt sich Dein Helfer mit sehr kleinen Schritten in Bewegung. Er liest weiter vor und verändert dabei nicht die Lautstärke. Nach einigen Zentimetern, immer in Abhängigkeit zu Deinem (!) Raum, hörst Du auf einmal die rückwärtige Wand, beziehungsweise die Reflektion der Stimme. Auch jetzt wird gestoppt und ein Klebestreifen aufgebracht.

Befindet sich der linke Lautsprecher in einer Raumecke, sollte der „Vorleser“ diese Übung ebenso von der linken Seitenwand aus wiederholen. Zunächst direkt an die Wand, dann ein paar kleine Schrittchen nach rechts, Klebestreifen auf den Boden, noch weiter nach rechts – und wieder kleben.

Du kannst Dir denken, wie es weiter geht. Sicher, die gleiche Prozedur wird nun für den rechten Lautsprecher-Platz wiederholt.

Am Ende dieser Übung schaut Ihr auf zwei rechteckige, mit Klebestreifen markierte Flächen: Das sind die NEUTRALEN ZONEN. In denen sollten die Lautsprecher nun positioniert werden.

Platziert jetzt zunächst die linke Box in dieser neutralen Zone und verbindet sie mit der HiFi-Anlage. Lege nun am besten eine CD mit Solo- Klaviermusik (noch besser: Cembalo) in Deinen Player und setze Dich wieder auf Deinen favorisierten Hörplatz. Dein Freund bleibt in der Nähe der Box und verändert immer mal wieder die Anwinklung des Lautsprechers. Du wirst es erleben: Es gibt einen (und nur einen Winkel), da hörst Du die Saiten des Tasteninstruments besonders klar und sauber. Abseits dieser Position wirken Klavier und Cembalo immer etwas verwaschen…

Wiederhole dies nun mit dem rechten Lautsprecher (den linken vorher von der Anlage abkoppeln).

letzte Änderung: 20.03.2012 06:06