Apple iPhone

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Telefonieren ist Nebensache. Das iPhone ist nicht nur der bessere iPod, es lädt Musik-Enthusiasten auf alle möglichen Entdeckungstouren ein. Der Ratgeber zu einem (fast) perfekten Spielzeug.

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Wie oft er damit telefoniere? Keine Ahnung, gelegentlich eben. Weshalb halte er es denn pausenlos in der Hand? Um beispielsweise einen dieser unzähligen „Apps“ (sinnvolle, sinnlose, kostenlose und kostenpflichtige) zu aktivieren. Damit die neuesten Nachrichten empfangen, Spiele spielen, Wissen testen und natürlich, um immer wieder zu googlen. Mails schaue er sich von unterwegs sowieso nur noch mit dem iPhone an, beantworte sie auch damit. Geht gut mit der Tastatur – hat man sich erst einmal dran gewöhnt. So oder so ähnlich denkt und redet der iPhone-Besitzer von heute.

Wenn schon der eigentliche Hauptzweck, das Telefonieren, nur noch zur Randerscheinung verkümmert, wundert es nicht, dass die integrierte Funktion iPod an den Rand gedrängt wird. Man sieht kaum noch Menschen auf der Straße, die ein iPhone mitsamt Kopfhörer nutzen, um sich der Musik hinzugeben.

Das iPhone ist der bessere iPod

Sehr schade. Denn das iPhone ist ein exzellenter Player und dank Festspeicher statt Festplatte ist er weitestgehend unempfindlich gegen Stöße, die beim Joggen oder ähnlichem einfach unvermeidbar sind. Dass das smarte Apple akustisch den irgendwie schon antiquiert wirkenden iPods mit Festplatte überlegen sein soll, kann mit letzter Gewissheit nicht bejaht werden. Nach den Erfahrungen von geLiLi darf nur dann von einem in Nuancen besserem Klang gesprochen werden, wenn das iPhone im so genannten Flug-Modus betrieben wird – und somit von allerhand Störenfrieden, die via Satellit aufs Gerät eindreschen, befreit ist.

So steuert das iPhone Deine HiFi-Anlage

Zuhause kann das iPhone weitere Musik-Optionen wahrnehmen. Nach Installation des kostenlosen Apps „Remote“ wandelt sich das iPhone in eine leicht zu beherrschende Fernbedienung für die iTunes-Mediathek. Einmal aktiviert, lässt sich damit die gesamte Musik-Datenbank des Rechners steuern. Dabei werden – sofern vorhanden – sogar die Cover des aktuell gespielten Tracks auf dem Display gezeigt. Das Durchforsten diverser, zuvor auf dem Rechner eingegebener Wiedergabelisten wird so zum Kinderspiel. Diese sinnige Applikation ist dann von Vorteil, wenn der Rechner nicht im gleichen Raum steht wie die HiFi-Anlage. Sofern das iPhone das Wlan-Netz der Hausanlage „sieht“ klappt dieser Service.

Docking-Stationen harmonieren auch mit dem iPhone

Neben dieser passiven Rolle, kann das iPhone natürlich auch eine aktive geben. Mittlerweile bietet der Markt eine große Zahl von Docking-Stationen, die sämtliche Pods und Phones von Apple zweierlei Service offerieren: Um bei Kräften zu bleiben, wird darüber das Akku geladen, um beim Besitzer Kräfte zu mobilisieren, spielen die Stationen mit unterschiedlichem Anspruch die auf dem iPhone abgelegte Musik.

Eine dieser Docking-Stationen dort zu platzieren, wo ohnehin schon eine ausgewachsene HiFi-Anlage steht, macht unter akustischen Gesichtspunkten keinen rechten Sinn: Via Adapter von Miniklinke auf Cinch ist es ein Leichtes, das Gerät unmittelbar mit dem – in der Regel – ambitioniertem HiFi-Equipment im Wohnzimmer zu verbinden.

Mit dem iPhone echtes High End realisieren

Wer in seinem Gerätepark Komponenten mit einer digitalen Schnittstelle –CD-Player mit Digital-Eingang, AV-Receiver oder separate A/D-Wandler – besitzt, kann ein akustisches Optimum aus dem iPhone kitzeln, wenn er eine Docking-Station mit digitaler Schnittstelle (von Wadia beispielsweise) zwischen iPhone und Anlage platziert. Dieser Luxusweg umgeht den im iPhone integrierten Digital-/Analogwandler und erlaubt – je nachdem mit welcher Datenrate Musik transferiert wurde – eine Auflösung besser als CD.

Mit dem iPhone Musik erkennen und kaufen

Erinnern Sie sich daran, wie Sie früher auf der Jagd nach einem bestimmten Song waren, den Sie im Radio gehört hatten? Entweder schrieb man den Sender an, um Erkundigungen darüber einzuziehen oder – Mutige mit Sangesgaben voran – man besuchte den Plattenhändler um die Ecke, sang aus der Erinnerung ein lalala vor, hoffend, der Dealer könne sich darauf einen Reim machen und das gesuchte Album aus dem Regal ziehen. Heute nutzen iPhone-Besitzer den Gratis-App „Shazam“. Irgendwo läuft Musik (im Radio, im Kaufhaus, in der Kneipe etc.), flugs Shazam auf dem iPhone aktiviert, das iPhone in Richtung der Schallquelle richten und wenige Sekunden später zeigt das Display das Cover sowie alle Pflichtangaben dieses Songs. In den meisten Fällen kann von dieser Seite direkt der iTunes-Store besucht und das entsprechende Musik-Stück geladen werden.

So viel für heute. Das Angebot wächst kontinuierlich. Wenn Sie oder geLiLi neue Musik-Features für und mit dem iPhone entdecken, heißt es: Fortsetzung folgt.

letzte Änderung: 26.01.2010 21:30